11.03.2026

Jahresrückblick 2025
und Ausblick auf das Jahr 2026

Das Jahr 2025 war für das Projekt NextMix ein zentrales Entwicklungsjahr. Der Schwerpunkt lag auf umfangreichen Datenerhebungen und der fortlaufenden Verbesserung der Sensorik. Im Jahr 2026 liegt der Fokus auf dem Praxiseinsatz der Sensoren. Hier zeigt sich wie groß die Wirkung der Sensoren unter realen Bedingungen ist.

Tägliche Messungen und Anpassungen mit dem stationären Sensor

Über das Jahr hinweg wurden zahlreiche Messungen an Gras- und Maissilagen durchgeführt, sowohl direkt am Silostock als auch im Futtermischwagen. Dabei zeigte sich erneut, wie stark sich Trockensubstanzgehalte räumlich und zeitlich unterscheiden können. Neben der natürlichen Heterogenität der Grobfutter wirkten sich vor allem äußere Einflüsse am Anschnitt auf die TS-Gehalte aus. Besonders Wetterereignisse wie Niederschläge oder Hitzeperioden beeinflussen den TS-Gehalt am Anschnitt deutlich. Während Maissilage insgesamt sehr stabile Eigenschaften aufweist, ist Grassilage naturgemäß variabler. Diese Beobachtungen verdeutlichen, wie wichtig eine regelmäßige und möglichst aktuelle Erfassung der Trockensubstanz für die tägliche Fütterungspraxis ist.

Parallel zu den Messungen wurde die Sensorik von noxt! kontinuierlich weiterentwickelt und validiert. Die im Futtermischwagen und an der Fräse eingesetzten Sensoren lieferten zunehmend belastbare Daten. Besonders das Einfräsen verschiedener Futtermittel konnte klar detektiert werden, was eine zentrale Voraussetzung für die spätere Ableitung präziser Trockensubstanzwerte darstellt. Die Software zur Auswertung der Sensordaten wurde im Laufe des Jahres fertiggestellt, sodass zum Jahresende die Validierungsphase beginnen konnte.

Auch die Öffentlichkeitsarbeit spielte 2025 eine wichtige Rolle. Die Projektergebnisse wurden auf verschiedenen Fachveranstaltungen, unter anderem auf dem VDLUFA‑Kongress in Oldenburg, vorgestellt und stießen dort auf großes Interesse aus Wissenschaft, Beratung und Praxis. Zusätzlich präsentierte sich NextMix bei Netzwerk‑ und Landesveranstaltungen, die wertvolle Gelegenheiten für Austausch und Vernetzung mit anderen Akteuren boten.

Zum Ende des Jahres richtete sich der Blick zunehmend nach vorn: Die Vorbereitungen für den ersten Fütterungsversuch wurden abgeschlossen. Geplant ist, den aktuellen Entwicklungsstand der Sensorik direkt in den täglichen Fütterungsablauf zu integrieren. Zwei leistungsstarke Kuhgruppen sollen dabei unterschiedlich gefüttert werden – eine mit wöchentlicher Anpassung der Ration, die andere mit einer täglichen Anpassung auf Basis sensorisch ermittelter Trockensubstanzwerte. Die wissenschaftliche Begleitung und Auswertung übernimmt die Hochschule Osnabrück, unter anderem mit Blick auf Tiergesundheit, Milchleistung, Futtereffizienz und wirtschaftliche Aspekte.

Mit dem Start des Fütterungsversuchs Anfang 2026 beginnt für NextMix ein neuer, besonders spannender Projektabschnitt. Im kommenden Jahr stehen die praktische Erprobung, die weitere technische Optimierung sowie die Auswertung der gewonnenen Daten im Mittelpunkt. Ziel ist es, belastbare Aussagen zum Nutzen sensorbasierter Trockensubstanzmessungen in der Milchviehfütterung zu treffen und diese Erkenntnisse in klaren Handlungsempfehlungen für die Praxis zusammenzuführen.
NextMix blickt damit auf ein arbeitsintensives und erfolgreiches Jahr 2025 zurück und startet mit klaren Zielen und großer Motivation in das Jahr 2026.

Vorstellung von NextMix am 31.08.25 auf dem Niedersachsentag in Osnabrück: